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Montag, 18.09.2006

Freisinger Mohr & Portugal´s Krieg in Aethiopien 1541

Papst Benedikt XVI. fuehrt den Freisinger Mohr, einen Aethiopier, im Wappen.
Viele denken, fuer Kardinal Ratzinger sei der "caput aethiopum" so ne Art Andenken an fruehrere Zeiten in Bayern..... (wie ruehrend !)

Keiner erinnert sich an den alten Traum der Paepste, in einem Vernichtungskrieg gegen den Islam, die Hilfe jenes sagenhaften Priesterkoenigs Johannes zu gewinnen, um eine zweite Front zu eroeffnen.

Und niemand erinnert sich an die Helden dieses winzigen Staates Portugal, die immer brav zur Stelle waren, wenn Paepste nach freiwilligen (lebensmueden) Soldaten riefen.
Die Portugiesen waren keine Soeldner !
Portugiesen lassen sich, darauf sind sie noch heute besonders stolz, mit anderem abspeisen, wie die Geschichte zeigt, vorallem mit honigsuessen Versprechungen, utopischen Illusionen....

Hier sei an einen weiteren Opfergang portugiesischer Soldaten gedacht: 

Ohne das beherzte Eingreifen der Portugiesen im Jahr 1541 waehrend des Muslim-Christen-Krieg in Aethiopien (muslim-christian-war) 1528 - 1560, waeren Christen und das Christentum in Aethiopien verloren gewesen.

Schon 615 waren Muslims in einer ersten Hidschra  nach Aethiopien,nach Aksum und nach Harar, gefluechtet, weil die ansaessigen Christen sie freundlich aufnahmen.
Koenig Ezana, Koenig von Aksum, hatte dort Mitte des 4. Jahrhunderts bereits das erste christliche Reich der Menschheitsgeschichte errichtet !

(Ist Koenig Ezana der Freisinger Mohr ?) 

"Tut den Christen hier nichts boeses" soll Mohammed hoechstselbst angeordnet haben.

Nur haben sich seine Muslims nicht dran gehalten !

Der Portugiese Francisco Alvares  (1465 - 1540)  war im Jahr 1520 nach Aethiopien geschickt worden, weil Kaiserin Eleni um Hilfe gegen die Muslims gebeten hatte, und weill alle Welt wissen wollte, was es denn mit dem Geruecht aufsich hatte, dass Priesterkoenig Johannes in Ostafrika zuhause ist.

Ihr Urenkel, der (Koenig) Nagus Lebna Dengel (1508 - 1540)  schickte ihn allerdings unerledigter Dinge wieder zurueck, weil er irrtuemlich glaubte, it der Gefahr eines muslimischen Angriffs allein fertig zu werden.

In seinem Bericht musste Francisco leider daheim seinen Auftraggebern mitteilen, dass er den Priesterkoenig jedenfalls nicht angetroffen hatte.

Als der Imam Ahmad ibn Ibrahim al-Gazi, "Gragn"(aka Granj) der "Linkshaender", mit tuerkischen Kanonen und juedischen Falaschen ab 1526 die Christen erneut angriff, war guter Rat teuer.

(Aus Portugal/Spanien nach der Tuerkei gefluechtete Juden moegen hier eine neue, und fuer die Muslime eine erfreuliche Hilfe bedeutet haben).

Der Siegeszug schien unaufhaltbar ! Kirchen und Handschriften gingen ueberall im Land in Flammen auf !
Lebna´s eigener Sohn Minas wurde gefangengenommen.
Um sein Leben zu retten, trat er zum Islam ueber !

(Na, werte Leser, kommt uns doch irgendwie bekannt vor, nicht wahr ?) 

Lebna selber musste fliehen und er floh auf die Hochburg (die wo man nur ueber ne Strickleiter hochkommt) Debre Damo, wo er 1540 starb. 

Seine Ehefrau und nun seine Witwe Sabla Wangel (aka: Seble Wongel) fuehrte die Staatsgeschaefte und vorallem den Krieg weiter.
Sie zaehlt zu den herausragenden Persoenlichkeiten der Geschichte:

Ein Portugiese, João Bermudez, war seinerzeit nicht nach Portugal zurueckgekehrt, war inzwischen in Aethiopien zu Amt und Wuerden gelangt, und wurde nun nach Portugal geschickt, um abermals eine (kostenlose) Hilfe von Portugiesen anzufordern.

Wie schon zuvor lassen sich die Portugiesen nicht lange bitten.

Diesmal kommt Vaco da Gama ´s (deutsch:"Baske von der Hirschkuh") eigener Sohn, der juengste, Christovão de Gama mit 400 Mann unter Waffen, um dem Leiden der Christen ein Ende zu bereiten.

Sebles Sohn Gelawdewos war inzwischen zum Koenig der Koenige, zum Nagus, erklaert worden und Koenig.
Als Herrschertitel nannte er sich Atsnaf Seged (deutsch:"Vor dem sich der Horizont verneigt")

Beim ersten Treffen des vereinigten christlichen Heeres mit dem muslimischen Heer (Maerz 1541) verpassten die Christen nur knapp einen Sieg:  der Linkshaender wurde zwar verwundet, konnte aber fliehen.

Und rief im Jemen sogleich nach Hilfe, Waffen und Soldaten.

Beim zweiten Treffen wurde der Cristovao verwundet !
Man versteckte ihn in einem  Wald, weil er nicht transportfaehig war.

Seine eigene muslimische Kammerzofe verriet ihn an die Soldaten des Linkshaenders.

Cristovao wurde gefangengenommen und vor die Wahl gestellt:

Bekehrung oder den Tod  

Der tapfere Portugiese entschied sich fuer den Tod !!

Der Imam Ahmad ibn Ibrahim schlug ihm eigenhaendig den Kopf vom Leib !
So starb der arme, tapfere Portugiese namens Cristovão de Gama !

Seine treuen portugiesischen Soldaten raechten seinen (vollkommen sinnlosen) Tod spaeter mit gleicher Muenze.

Doch all ihre Muehe umsonst....(wie so oft, wenn Portugiesen ihren gottvertrauenden Heldenmut bewiesen)

Die Sabla Wangel wollte zwar Christin sein und bleiben.
Aber bitteschoen nur orthodox  !
Mit dem Papst in Rom wollte sie nichts zu schaffen haben......

Diese Undankbarkeit hat Benedikt XVI. sicher noch laaange nicht vergessen !

 

P.S.
Ein lesenswerter Artikel von Berthold Volberg:
Die Invasion der Jesuiten in Aethiopien
Pedro Paez "bekehrt" 1620 Kaiser Susinios III.


Donnerstag, 31.08.2006

Islamkatholizismus & Weltkrieg

Der Islam haette gerne die Alleinherrschaft ueber die ganze ("kath-holos") Welt.
Der Katholizismus saehe gerne die gesamte Menschheit in Hingabe ("islam") unter der Alleinherrschaft des Papstes.

Beide Religionen muessen daher missionieren.

Weil beide Religionen offenbar nichts Wertvolles vorzuzeigen haben, womit man Unglaeubige zur Teilnahme bewegen koennte, sind Islam und Christentum genoetigt, von Landesregierungen einzigartige Privilegien zu bekommen, Glaubenskriege zu fuehren, Urkunden zu faelschen, Wunder zu erfinden und zu inszenieren, Lug, Trug und Verstellung zu ueben, und gewaltige Geldsummen in Propaganda zu investieren.

Sodann sieht man sie, wie sie da und dort einem "Armen" helfen und ein Dorfpfarrer barfuss die Strassen entlang laeuft und kleinen Kindern den Kopf streichelt.

Irrtuemlich denken wir dann, dass Islam und Christentum besonders "guetig" sind und "friedlich" und "den Naechsten liebt".

Ganz anders dagegen das Judentum.
Zwar hat auch das Judentum eine Mission zu erfuellen, ist aber dennoch nicht missionarisch.

Irrtuemlich denken die Glaeubigen der Islamkatholiken( weil sie sich mit nichts anderem jemals ernsthaft befasst haben), dass das Judentum besonders "frech" und "kriegerisch" ist und "Augen und Zaehne" ausreisst.

Offensichtlich koennen Juden nicht in Frieden leben.
Aber auch andere Humanisten koennen nicht in Frieden leben.

Das gilt selbst dann, wenn viele Religionsfuehrer oder Anhaenger aufrichtig den Frieden preisen, den Krieg verachten, die Unterschiede leugnen.

Beispiel: Bartholomaeusnacht in Paris und Frankreich 1572
Wie kann es sein, dass Menschen ploetzlich wie Raubtiere ueber andere Menschen herfallen und sie abschlachten ?

Wer in Portugal lebt und -als waere das Land ein Museum- das Wirken und Wesen eines urtuemlichen Katholizismus erleben und beobachten kann, unverfaelscht weder durch Haeretiker, Protestanten, Gegenreformation, oder politische Glaubenskaempfe, hat eine Fuelle von Anschauungsmaterial.

Weshalb sagt ein Pole, vollkommen zurecht und nachvollziehbar:
"Ein Pole wird niemals eines Deutschen Bruder sein, solange die Welt besteht" ?

Diesen Hass gegen "Deutsche" hegen heimlich oder versteckt auch Portugiesen, eher als Misstrauen getarnt, aber jederzeit bereit, einem Deutschen einen Tritt in den Hintern zu verpassen, denn so sagt man in Portugal dazu: "Auf diese Weise haben die Deutschen den Krieg verloren".

Ursache ist das Gift in der Lehre Jesu.

Beispiel die Klage der fleissigen, sorgenden, schuftenden Matha gegen die faule, sorglose, bequem auf dem Boden kauernde Maria:

"Matha, Martha ! Nur eins ist notwendig.
Maria hat den besten Teil erwaehlt,
welcher von ihr nicht hinweggenommen wird."



Hierin liegt begruendet, weshalb ein Pole, ein Tscheche, ein Portugiese "solange die Welt besteht" des Deutschen aber auch des Calvinisten, Protestanten und des Juden Bruder niemals sein wird.


Jesus hat das Maerchen "Frau Holle" umgekehrt:
Die fleissige Tochter ist Pechmarie.
Die faule Tochter ist Gluecksmarie.


Und weil ein Portugiese sich wahrhaftig und wie selbstverstaendlich fuer den besseren (Christen-)Menschen haelt, ist leicht zu verstehen, dass jeder Portugiese mit Misstrauen und Vorbehalt sieht, (um nicht zu sagen mit Wut im Bauch) wie er zwar von seiner deutschen Rente ein gutes Leben in seiner Heimat fuehrt, aber ohne begreifen zu koennen, wie sein ehemaliger Chef sich nicht nur ein herrschaftliches Leben in Deutschland , sondern auch noch an der Algarve ein Luxushaus als Feriendomizil leisten kann....


Was mag in der Seele von Portugiesen, Polen und Tschechen nur vorgehen ?


Man hat die Deutschen bekaempft, besiegt, enteignet und vertrieben, Stadt und Land in Schutt und Asche gelegt.

Knapp 20 Jahre danach kratzt man schon wieder an den Fabriktoren dieser Deutschen und bettelt um Arbeit oder bittet unterwuerfig um eine kleine Investition auch im eigenen Heimatland.


Vor diesem Hintergrund wird der Menschenhass durch Neid und Minderwertigkeitsgefuehle verstaendlich.


Ein Katholik und ein Muslime koennen eben beim besten Willen nicht verstehen, wie Juden, Calvinisten bzw. Deutsche ihre (Geschaefts-)Ideen finden, wie die Produktion planen, den Verkauf vorhersehen, Risiken abwaegen, Verantwortung ergreifen, und ihre Geschaefte mit Erfolg abschliessen.


Alles ihr "Ora et Labora" macht nur Sinn, wenn ein Unglaeubiger der Chef ist und Anweisungen erteilt.

Leider vermoegen Katholiken nicht ohne weiteres, den Ursprung ihrer Unmuendigkeit und Dienerschaft zu erkennen.

Ursache ist wieder das Gift in der Lehre Jesu.


Beispiel die Lehre Jesu von dem fleissigen, anstaendigen und frommen Menschen, den man Pharisaeer nannte und dem faulen, asozialen und gewissenslosen Menschen, den man Zoellner nannte.
Beide beten gemeinsam in einer Kirche:

Was lehrt Jesus seinen Zuhoerern ?

Ich sage euch: Dieser [der Zöllner] ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener [der Pharisäer]. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. ..."(Quelle: Lukas 18,10 Bibel-online)

Varzil schreibt hierzu eine ueberaus passende und lesenswerte Bemerkung: KORIANDER

Die Lehre Jesu ist letztlich verantwortlich fuer Judenpogrome in aller Welt, fuer Glaubenskriege und Kreuzritter.
Die Lehre Mohammeds ist in ihrer Scholastik und Stossrichtung ganz genauso fehlerhaft, verblended und jedem Humanisten gefaehrlich.

Israel ist den Muslimen nur der naechstliegende Feind.

Die Hugenotten der Welt, die forschenden, strebenden, mit ihren Herzen nach vorne blickenden Menschen, statt staendig zurueck zum verlorenen Paradies zu sehen und gen Himmel gucken, vom Himmelreich traeumen mit Jungfrauen und anderen Engeln, solche, die Gott bei Seiner Arbeit helfen wollen, schuften wie Martha und mit ihren Steuern die Sozialdemokratie und linke Schwaermerei finanzieren (insbesonder die EU), treu und anstaendig sind wie der Pharisaeer, solche Menschen sind der Erbfeind, das Beutetier von Kirche und Islam gleichermassen.

Wollen wir Israel helfen, ohne das Judentum ist der Humanismus verloren.

Cetero Censeo.....

Samstag, 26.08.2006

Wutanfall juedischer Eltern wegen Tochter

Elvis Duran ist ein bekannt-(beruechtigter) Radio Spassmacher von Radiosender Z 100 fm in New York.

Besonders Spass machte es ihm, als er streng juedische Eltern mit Hilfe deren Tochter, die vorgab einen Italiener zu lieben, telefonisch in Weissglut versetzen konnte.

Mahmood.tv

Ich kenne katholische Eltern, die ihrer Tochter gleiches sagen wuerden, nur weil die mit einem Protestanten ankommt......

Wenn´s drauf ankommt, sind wir alle gleich.....

Montag, 31.07.2006

GIYUS ! Mach mit !

Freitag, 28.07.2006

Salazar ein Herkules im Staate Portugal

Weil sich ein Europa Parlamentarier, der Jaroslaw Kaczynski, fuer seine polnische Heimat u.a. einen Salazar gewuenscht hat, nehme ich den Todestag heute im Jahr 1970 von Antonio de Oliveira Salazar (1889 - 1970) zum Anlass, meinen werten Lesern, diesen Mann und seine Zeit einmal naeherzubringen.
Von unten betrachtet, aus Sicht eines in Portugal lebenden Beobachters.

(BILDER AUS PLATZGRUENDEN NUR: http://briefeankonrad.tripod.com/Lebenssinn/index.blog?entry_id=1528608

Der Name "OLIVEIRA" heisst zu deutsch: OLIVENBAUM und ist deshalb ein typischer Name eines Portugiesen.
Berufsnamen wie im Deutschen , z.B. Fischer, Bauer, Koehler, gibt es in Portugal nicht, weil in Portugal seit jeher Arbeit und Arbeitersein verpoent war und man sich nach seiner Herkunft, z.B. Eisenerzfeld (Ferreira), Birnbaum (Pereira), Santos (Heiligenstatue), Cruz (Wegkreuz) nennt/nannte.

Der Name "SALAZAR" kommt aus dem Namen: SAINT LAZARUS und ist deshalb (eigentlich) ein typischer Name eines katholischen Heiligen, wie  ihn sich Juden zulegten, wenn sie vor Nachstellungen bzw. Verfolgungen der spanisch/portugiesischen Inquisition die Taufe waehlten , um ihr Leben zu retten.

Der Lebensweg von Salazar ist geradezu unglaublich, wenn man sich die Abgeschiedenheit seines Heimatdorfes Santa Comba Dao vorstellt, die Rueckstaendigkeit des port. Bildungswesens, des Denkens, die Armut und Hilfslosigkeit der portugiesischen Bevoelkerung auf dem Land, ebenso die Not und Bescheidenheit seiner Eltern, nicht zuletzt wegen der Rueckstaendigkeit von Ackerbau und Viehzucht.

Die Bevorzugung des Weinbaus zu Gunsten englischer Handelshaeuser und Handelsvertraege, welche eine eigene Entwicklung von Gewerbebetrieben durch Billigimporte aus England erstickt bzw. verboten hatten, hat einen nachhaltigen Einfluss auch auf das chronische Haushaltsdefizit Portugals ausgeuebt, schon zu einer Zeit, als die Goldfunde Brasiliens den Importen geopfert wurden.

Eigentlich wollte auch Salazar zunaechst nur katholischer Priester werden.
Fuer einen begabten, leistungswilligen jungen Bauern-/Arbeitersohn ist auch heute noch in Portugal ein gesellschaftlicher Aufstieg unmoeglich d.h. in der hier herrschenden "byzantinischen Hierarchie" auf Aemtern und in Bueros den Mitgliedern alteingesessener Familien vorbehalten.

Die Demokratisierung Portugals nach 1974, nach jener Nelkenrevolution des 25. April, hat zwar die Anzahl der Privilegierten um das Heer ehemaliger Anti-Faschisten und Gewerkschafts Guenstlingen erweitert, jedoch das undemokratische feudalistische Prinzip beibehalten.

Einzige Ausnahme:
eine Karriere in Kirche und in kirchlichen Bewegungen (z.B. OPUS DEI).
Wichtige Privatbanken mit ihren Verflechtungen in Industrie und Politik rekrutieren ihre Fuehrungskraefte nahezu ausnahmslos im Opus Dei.

Waere Salazar ein Mann des Opus Dei geworden, oder ein Jesuit, ein Bischof, waere er vielleicht ob seiner Intelligenz und (patriarchisch autoritaeren) Fuehrungsqualitaet zum Papst gewaehlt worden, und sein Name heute eine Heiligkeit auf Heiligenbildchen.

Waere Salazar ein Kommunist geworden, ein redegewandter Demagoge, stalinisitischer Hassprediger, sein Name schmueckte heute viele Plaetze in den Grossstaedten Europas, in den Fakultaeten und Schulbuechern.

Waere Salazar ein Lobbyist geworden, ein Fuersprecher in Portugal der 30er Jahre einer Weltbank, eines internationalen Industriekartells, oder einer US-Stiftung, so waere sein Name heute ein Inbegriff von Vernunft und Hochachtung, ein Friedensapostel, unvergessener Menschenfreund.

In jedem Fall haette Salazar seinen Lebensweg gemeistert, haette Wohlstand und Ansehen erlangt und seinen Dienstherren grosse Dienste erwiesen.

Stattdessen war es Salazars Anliegen, aus seinem Portugal ein gleichberechtigtes und gleichwertiges Mitglied der Staatengemeinschaft zu machen. Sein persoenlicher Reichtum war ihm hierbei egal.
Dabei nahm er das Wort "Pastor" (deutsch: Schaefer) woertlich und bemuehte sich, seine Landsleute vor Woelfen und Unheil zu beschuetzen.
Salazars Arbeit war dabei vorallem die Buchhaltung, die unbestechliche und nuechterne Unterscheidung zwischen Soll und Haben, und eben diese Weltanschauung machte ihn bei vielen Zeitgenossen hoechst unbeliebt.
Portugals Besonderheit war der Verbund vieler Staaten unterschiedlichster Lage und Eigenheit und das Zusammenleben unter einem Dach.
Salazars Anliegen zeigt dieses Bild in Schulbuechern


Salazar war mitnichten "Diktator", eben kein Verfechter von sklavischer Unterordnung von Andersglaeubigen oder von sich selbst (er wurde deshalb nicht Priester), forderte nicht die Enteignung von Bauern und Eigentum (er wurde kein Kommunist), oder Unterordnung von "volksfremden Rassen" (er wurde kein Nazi), auch war er kein Vorkaempfer fuer die Verschuldung durch Chaosmanagment in portugiesischen Laendern Afrikas (er wurde kein Oel-/Diamanten-/Rohstofflobbyist oder Waffenindustrie-/Bankenberarter).

Man stelle sich nur einmal die Lage Portugals vor zur Zeit als Salazar sich als Jurastudent einschrieb:

Meine werten Leser moegen folgendes bedenken:
Wir schreiben das Jahr 1911.

  • Portugal kennt kein Buergertum, keine Staende, keine Handwerker mit ihren Lehren, Standesordnungen, Selbstverwaltungen.
  • Portugals Landwirtschaft beschraenkt sich auf Subsistenzbetriebe in der Groesse von erweiterten Schrebergaerten. Der Boden ist karg, die Ertraege bescheiden. Es fehlen zudem Bewaesserungskanaele und technische Hilfsmittel. Portugal ist auch heute noch nicht autark.
  • Das Hinterland Portugals hat keine Strassen, keine Wege nur Trampelpfade aus roemischer Zeit.
  • Portugal hat keine Kohle/Wasserenergie und ohne Kohle keine Industrialisierung.
  • Portugal hat keinen "Grosshandel" und ohne Grosshaendler kann ein Fabrikant nicht planen, finanzieren und produzieren..
  • Portugal hat keine Schulen und keine Lehrer und keine Tradition des Lernens. Noch heute verlassen etwa 50 % aller Schueler die Hauptschule (!) ohne Abschluss.
  • Portugal ist urkatholisch, d.h. es gab keine Reformation und keine heilsame Gegenreformation, keinen Luther (der zum Selberlesen aufruft) und keinen Kant (der zum Selberbeurteilen aufruft), keinen Napoleon (der die Inquisition abschafft). Dem Portugiesen sind Eigenverantwortung und Eigeninitiave fremd. Die Industrie Portugals ist noch  heute bloss "verlaengerte Werkbank" eines Auslaenders und auf Gedeih und Verderb von auslaendischen Ideen und "Auftraegen" (besser gesagt: Befehlen) abhaengig.
  • Portugal ist England, vorallem der Baringsbank, heillos verschuldet.
  • Weltkrieg, Arbeitslose, Buergerkrieg beim Nachbarn, Revolutionen in aller Welt....
    Der Portugiese kennt kein "Miteinander" ist hagestolzer unverbesserlicher Individualist, der Staat ist sein Feind, sein Nachbar sein Aergernis, sein Landsmann sein Konkurrent.
    Noch heute findet die Seele des Portugiesen nur im Fussball ein zuhause, in Fatima, und beim Anhoeren und Mitsingen des Fado.
  • Der Portugiese liebt Utopien und Illusionen, sog. "Wunder" von Ourique, Guadalupe, Fatima, etc.
    Vernunft und berechndes Kalkuel empfindet er als hartherzig, irrwegig, unsympatisch kurzum: er lehnt Vernunft ab.

Wer deshalb in seinem moralischen Urteil den Salazar und sein Handeln mit demjenigen eines Adolf Hitler vergleicht oder gar gleichsetzt, oder mit einem Mussolini und den Salazar einen "Faschisten" nennt, ist entweder boeswillig oder unzureichend informiert.

Selbst mit Ludwig Erhard, obschon Salazar wie Erhard Wirtschaftsprofessor war, laesst sich Salazar nicht vergleichen, denn im Vergleich zu Deutschland, wo (bloss) die Industriegebaeude und -maschinen zu (bloss) 25 % zerstoert waren,  hat es in Portugal nur Arbeiter gegeben, die weder lesen und schreiben konnten, und diejenigen, die lesen konnten, hatten keine weiterfuehrenden Lehrbuecher, und diejenigen die dilettantisch -weil ohne Ausbildung zwar- aber immerhin sich zu behelfen wussten, wollten nicht diszipliniert wie Sklaven arbeiten.

Eine andere einzigartige Aufgabe Salazars lag in der Verwaltung des friedlichen Zusammenlebens der zahlreichen afrikanischen Voelker, unabhaengiger miteinander seit jeher verfeindeter Etnien und Sprachfamilien in den sog. Kolonien Portugals in Afrika, was die Portugiesen ihre "ueberseeischen Provinzen" nannten.

Die heutigen Waffenlieferanten und Kreditgeberstaaten der in Buergerkrieg und Chaos verwahrlosten Staaten unterschlagen geflissentlich die Tatsache, dass Salazar sehrwohl die Unabhaengigkeit der Kolonien herbeiwuenschte, nur dass ihm die Ordnungskraefte dafuer fehlten.
Die UN verlangten aber ausdruecklich eine Unabhaengigkeit unter "schwarzafrikanischer Herrschaft".
Mit dieser Losung wurde Leid und Verderben in die ehemals reichen Laender Afrikas gepflanzt, nicht nur das portugiesische Weltreich erfolgreich zerstoert.
Sogar die Kirche hat Salazar wegen der zurueckliegenden Enteignungen ihres Vermoegens, Grundbesitzes, Privilegien etc durch die vorherigen liberalen republikanischen Regierungen unter Druck gesetzt.
Zur Strafe wegen der Nichteinwilligung Salazars zu irrsinnig hohen Zahlungsverpflichtungen als "Schadensersatz"  des portugiesischen Volkes im beiderseitigen Konkordat entzog der Papst in internationalen Gremien dem Staate Portugals die Zustimmung und Unterstuetzung.

Salazar sorgte sich um den Frieden, Schutz von Leben und Eigentum aller Mitbewohner auf portugiesischem Territorium in aller Welt.
Gebuehrt ihm nicht schon allein deshalb unsere Hochachtung ?

Diejenigen, die an den Buergerkriegen Honig saugten, an den Rohstoffen heute weiterhin Honig saugen, denen als Loesung heute eine Entsendung einer Friedenstruppe notwendig und gerechtfertigt erscheint, und Fluechtlinge in Wuesten absetzen und dem Verdursten und Sterben ueberantworten, bekennen nicht, dass Salazar diese Not vorhergesehen hat und vorallem zu verhindern wusste.

Das Portugal in Zeiten eines Salazar war wie der sagenhaft verdreckte Stall des Augias.
Die Leistungen dieses neutralen, fuersorglichen und konsequent unnachgiebigen Patriarchen muessen vor diesem Hintergrund gesehen und beurteilt werden.

Nach Salazar kam fuer Millionen Afrikaner, Timorenser, Goaer, der Tod.
Fuer die Portugiesen:
Geldentwertung, Billigkeit der Arbeitskraft, chaotische oeffentliche Buchfuehrung, Stillstand des Rechtssystem (wegen Ueberlastung), Wartezeiten von bis 10 Jahren (!) und Zustaende in Krankenhaeusern wie in Krisengebieten (wegen Unbezahlbarkeit), und darueberhinaus heute eine Bevormundung durch europaeische Normen, Lebensweisen und Geschmack.

Wie eine Tsunami fluten Auslaender und auslaendische Handelsketten z.B. ALDI, PLUS, LIDL, SCHLECKER), Grossinvestoren und Produkte nach Portugal, welches selbst sich in einer Phase der Des-industrialisierung befindet (damit Europaer ihren Exportueberschuss geniessen).

Der Portugiese wird zukuenftig als Golfrasen-gaertner, Popcorn-verkaeufer, und Hampelmann sein Leben fristen, Portugal ein europaeisches Reservat fuer Urlaub und Folklore sein.

Wollen meine Leser wissen, weshalb Portugal trotzallem bis heute ueberlebt hat ?

Die Bruecken, Strassen, Wasserleitungen, die Salazar errichtete, werden an Investoren verkauft und zurueckgeleast.
Der Goldschatz, den Salazar auf 800 Tonnen aufhaeufte, wird Stueck um Stueck abgetragen, verjubelt, verprasst.

Doch nicht im Verjubeln und Verschwenden sah Salazar eine Tugend.
Wer etwas aufbauen und bezahlen kann, darf sich mit ihm messen !

Deshalb, und nicht wegen irgendeiner politischen Couleur, denn Salazar trug keine Farben weder am Hut, Hosenbein, Corpsbauch , noch am Revers, Salazar war weder "rechts" noch "links", weder "rot", "braun" noch "schwarz", Salazar war stolzer bescheidener Portugiese ein Bauernjunge mit Gottesfurcht.

Deshalb wuenscht sich ein Pole einen polnischen Salazar.

Deshalb jaulte die gesamte Horde der EU-Politiker, denen Rechenschaft ablegen so fernliegt wie dem Teufel das Weihwasser, allen voran ihr portugiesischer Oberhaeuptling, der gelernte, beliebte, nichts bereuende Anti-Faschist und Maoist: Manuel Barroso !

ABSCHIED VON SALAZAR


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Dienstag, 25.07.2006

Hl. Jakob: ARABERTOETER ("Matamouros") !

Jakob der Aeltere hat es besonders den Spaniern angetan.
Ganz zu schweigen von der Vielzahl anderer Schutzheiligerpflichten, fuer die Jakobus hoechstselbst verantwortlich ist.
Heute ist Jakobitag !
Zahltag des Zinses, Ziehtag fuer das Gesinde (aehnliches heute nur noch beim Fussball), Beginn der Hasenjagd und was man auf dem Kerbholz hat, dem Jakobstab, kommt teuer zu stehen -je nach Standpunkt.

Wer kennt noch das Handwerks des Schroeters ?
Transportunternehmer fuer Weinfaesser wuerde man sie heute nennen. Auch ein von Jacobus "beschuetzter Beruf".

In Portugal war das Tragen von Wein eine Sklavenarbeit, dafuer hatte man seinen Mohren ("mouro", Person arabischer Abstammung zur Zeit als Portugal Teil des Arabischen Reiches war, "Maure" ,oder Kriegsgefangener als Beute von den kriegerischen Ueberfaellen Portugals in Nordafrika).

Arbeiten wie ein Pferd, wie es im deutschen heisst, nennt der Portugiese: Arbeiten wie ein Maure.
Ein Portugiese schuftet nur im Ausland, daheim ist er sich fuer jede kleinste (Extra-)Anstrengung zu schade.
Um daheim, im Urlaub oder im Rentenalter, den Herren spielen zu koennen, dient er freiweillig als Gastarbeiter in oft unwuerdigen Verhaeltnissen in der Fremde sein ganzes Arbeitsleben lang.

So entstand im Mutterland Portugal nie eine Ethik der Arbeit - Arbeit gilt als entwuerdigend, als Sklaverei.

Die Schroeter (Weinfasstraeger) heissen in Portugal, insbesondere auf Madeira, borracheiros ("Weinschlauchtraeger"), wobei der Weinschlauch aus Ziegenleder war. Hier sind es allerdings klobige Holzfaesser:
borracheiro3

Zum Anheben eines Fasses (oder eines Autos -"Wagenheber") benoetigt man einen Macaco ("Affen")
macaco

Zum Transport benutzte man Schlitten, von Ochsen gezogen.
Man konnte keine Ackergaeule einsetzen, weil ein Pferd zumindest einen vollen Magen braucht, um arbeitsfaehig zu sein- eine Kuh oder ein Ochse arbeiten auch mit knurrendem Magen...
Zeichen der Armut eines Landes !
boi

Waere Jakobus doch nur ein Schutzheiliger von Wandervoegeln, Weinfesten, und auch der Schroeter ,also Schutzheiliger der Lebensfreude und Lebensordnung (Zinstag) geblieben.

Aber er wurde der Heilge Mohrentoeter ("Matamouros"), Schutzpatron von Massenmord, des Terrorismus, von Viehraub, Landraub, Goldraub, "MATTAMOROS" nennt sich stolz manch eine Familie in Spanien/Portugal.
Der Orden Santiago ("Heiliger Jakob") war die Elitetruppe, sozusagen die Privatarmee, des portugiesischen Koenigs bei Eroberung der Algarve und er besteht noch heute.

Ich denke, wir sollten mal darueber reden !
matamore

Der Jakob muss geaechtet werden !
Ein Heiliger, wenn er zum Rassenhass und Morden von Andersglaeubigen aufruft ?

Lasst uns die Wahrhheit sagen !
Lasst uns die Kirchenmaenner zur Verantwortung ziehen bzw. den Jakobskult verbieten !
(Nur die Kuenstler, die diesen Massenmoerder verherrlichen, haben keine Verantwortung und ihre Werke sollten nicht zerstoert werden - Anmerkung wegen des Streits um Prof. Arno Breker_)

Mittwoch, 19.07.2006

António Soares dos Reis & Arno Breker

Der portugiesische Bildhauer António Soares dos Reis (1847 - 1889), geboren in Vila Nova de Gaia, der Stadt der Portweinkeller gegenueber vom (!) Porto am anderen Ufer des Douro, war ein Zeitgenosse von Auguste Rodin (1840 - 1917).
Er war der erste Bildhauer in der Geschichte Portugals, welcher Menschen statt Heilige, Menschenschicksale statt Protzgehabe, Naturschoenheiten statt Himmelreich, so wie sie sind darstellen und vermitteln wollte.
soares-dos-reis

Der deutsche Bildhauer Arno Breker (1900 - 1991), der heute vor 106 Jahren in Elberfeld als Sohn eines Steinmetz geboren wird, war Zeitgenosse unserer Zeit, unserer Vaeter.
Auch Arno Breker hat Menschen dargestellt und keine Goetter. Zeigte er Goetter waren sie menschlich.

Der Portugiese in Frankreich, wo er 14jaehrig seine Lehre begonnen hatte, mit Auszeichnungen geehrt und gefeiert, kehrt zurueck in die Heimat, ins Land des FUSSBALL, FADO, FATIMA, verspottet und missachtet , und als dann sogar eine Englaenderin, Mrs. Elisa Leech, ihre in Auftrag gegebene Bueste "Busto da Inglesa" bezahlt aber nicht abholt, waehlt Soares dos Reis den Selbstmord, um seinem Leben ein Ende zu machen.

Der Deutsche besonders in Frankreich geehrt und gefeiert, verlaesst seine Heimat nicht, dieses Land zwischen den Weltkriegen ,im Joch von ARBEITSLOSIGKEIT, GELDENTWERTUNG, NIEDERLAGE, gibt ihm gleichwohl Freiraum und Anerkennung, Arno Breker und seine Kunst sind europaeisch, abendlaendisch, humanistisch.

Nach Kriegsende verfallen die Sieger des Weltkrieges der voreiligen und einseitigen Vorstellung, Brekers Kunstwerken eine Mitschuld am Unrecht deutscher Politik und Politiker zuschreiben zu muessen und Breker als Urheber kaltzustellen. Ebenso wie es der Portugiese in seinem Heimatland Portugal erfahren hatte.

Eines Tages Ende Anfang der 70er Jahre erhaelt Breker Besuch vom NDR (Norddeutscher Rundfunk):
Er soll oeffentlich verkuenden, dass er ein bereuendes "Opfer der Nazis" sei, seine Kunst eine vorsaetzlich menschenverachtende "Nazikunst" , "Muskelmaennchen" eben und ueberhaupt, er ein Befuerworter moderner abstrakter Kunst.

Man verspricht ihm Beruehmtheit, Auftraege, gesellschaftliche Anerkennung und eine grossartige Reportage !

Arno Breker, ebenso wie Antonio Soares dos Reis, sind aber nicht kaeuflich, kriechen nicht zu Kreuze vor wem auch immer, lieben die Wahrheit, die sie sehen und anderen sichtbar machen moechten.

Arno Breker, als Mensch von den Menschen enttaeuscht, lebt weiterhin zurueckgezogen in seiner Duesseldorfer Villa, mit seiner wunderbaren Ehefrau, mit zwei liebenswerten Kindern, heimlich geehrt von wenigen in Deutschland, von vielen in Frankreich und von einigen in Nordafrika.
Das Bild von Kummer und schmerzlicher Selbstironie, nein, stoischer Selbstverhoehnung:
arno-breker
(Quelle: Helnwein)

Lea Rosh wettert aufs bissigste gegen diesen Mann, warum ?
Nun ja, das Holocaust Mahnmal, haette ein Breker fuer die Ewigkeit geschaffen, nachempfindbar, fuehlbar, sichtlich, schmerzhaft, schockierend, lehrreich, vorallem wahrheitsgemaess teuflisch.....
Und Lea Rosh ?
Sie wollte ein Stelenfeld ! Simple und doof.

Da mahnt niemand. Das ist kein Mahnmal. Das ist Beton -sonst nichts !
So ist die Wahrheit, ob Lea Rosh es wahrhaben will oder nicht.
Kein Mensch in ferner Zukunft wird verstehen koennen, wozu diese Quader dienten !
Man haette auch ein leeres Feld, das Nichts, waehlen koennen, aber das gefiel Lea wohl nicht, war ihr wohl nicht pompoes genug !

Ralph Giordano will Brekers Kunstwerke "zu Pulver machen".
Er mag sie ja als Nippes, als Kitsch persoenlich geringschaetzen, -was sein gutes Recht waere und in seinem Fall auch entschuldbar- dann soll er sie in den Garten eines Altersheim stellen, oder in einen Wald fern aller Zivilisation, eingraben fuer spaetere Generationen als Ueberraschung...
Aber warum zu "Pulver" zerstossen?
Ralph Giordano, typisches Beispiel eines gefaehrlichen weil fanatisch taliban-hassblinden Zeitgenossen mit Machtallueren.

Moegen seine Ziele auch unbestreitbar ehrenwert sein, im Verfolgen seiner Ideale schlachtet er den Kuenstler von Menschlichkeit statt Symbole eines Unrechts, wie er scharfsinnig und wortgeschmeidig heuchelt.
Symbole des Unrechts gibt es viele: Fangen wir mit der Waffentechnik an !

Traegt Michelangelo etwa Verantwortung fuer den "Blutsaeufer" Papst Julius II. ?
Hat Michelangelo mit seinem DAVID einem Steinschleuderer, einem Partisanen, ein Denkmal gesetzt, das man zu Pulver zerstossen sollte ?
Nur jemand wie Ralph Giordano wird es behaupten und solcherlei bei naechster Gelegenheit, wenn knapp bei Kasse, gewinntraechtig "publizieren" !

Ist Breker ein deutscher Michelangelo ?
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(Ernst Juenger 1895 - 1998)

Selbstverstaendlich: Nein !
Jede Zeit hat seine eigenen Meister und Engel !
Nur geben wir heutzutage jungen Talenten keine Foerderung, erwachsenen Talenten keine Freiheiten, wir zwingen sie naemlich, sich einem Verband anzuschliessen, um an Foerdergelder zu gelangen.
Wir lernen die Begabten nicht kennen.

Oder blicken wir auf Brekers Musterschueler Bernhard Heiliger.
Statt portugiesisch Selbstmord, statt deutsch Selbstironie, waehlte dieser Michelangelo die Anpassung an den Zeitgeist -und lebt bequem ganz so wie es einem gefallen mag.
Angepasst, entseelt, mundtot, spiessbuergerlich, oberflaechlich

Menschen wie Albert Speer verachte ich zudem ausserordentlich und zutiefst.
Speer, anders als Breker, hatte tatsaechlich Verantwortung und Vergnuegen und zwar erheblich !
Wie geschickt schluepfrig er seinen Hals aus der Schlinge ziehen konnte !

Soares dos Reis und Breker werden wegen ihres Charakters nicht wie vermeintlich wegen ihrer Kunst mit Missachtung und Totschweigen bestraft !
Von allzu feurigen Verehrern werden sie allerdings auch zu Unrecht als "Michelangelo" hochgelobt.

Beide waren wuerdige Zeitgenossen bzw. Erben/Epigonen von Auguste Rodin (1840 - 1917), Michelangelo, dem humanistischen Weltbild verbunden, der Antike und der Moderne zugleich !

Das beruehmteste Werk von Antonio Soares dos Reis entstand zu einer Zeit, als er im Ausland lebend begriff, dass seine Heimat ihn nicht verstand und nicht verstehen konnte.
Portugal war - und ist - eben kein Land der Renaissance, Reformation, Gegenreformation, kein Land der Kunst fuer Menschen und Buerger, nur ein Land der Kirche, des Gehorsams, gepraegt durch Angst und Schrecken seiner Bewohner vor hochgestellten Persoenlichkeiten, Doktoren, Excellenzen, Reichen, Politikern, Bischoefen......
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(O Desterrado - "Der Heimatvertriebene / Heimatlose / Entwurzelte")
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("Sprechende Haende")

Arno Breker und Antonio Soares dos Reis besassen Charakter !
Ihre Botschaft kam aus einer anderen Sphaere.
Wie ein Engel Gottes, wie ein diesseitiger METATRON von Menschengestalt, koennte man schwaermerisch sagen, wollten beide uns Erdenmenschen lehren und zeigen, woran Gott dachte, als Er uns und die Welt erschuf.

Politiker, Paepste, fanatische Publizisten, arbeitslose Strassenkuenstler, oder solche, die sich selbst als Schoenheitskoenigin empfinden, als Rambo oder Muskelmann, mit Silikon, Retusche oder Muskelpraeperaten, mit Aufputschmitteln oder sonstwie heimlich verfaelscht, alle diese Typen beneiden einen Breker, hassen ihn wie seine Kunstobjekte !
Klar doch, kann ich sogar gut verstehen.
Mal als Rambodarsteller oder Bodybuilder gedacht !
Boxenluder will man heute sein, naturgeil und reich geschieden !

Auch will man in Zeiten absoluter Freiheiten eben nicht an Ideale oder haessliche oder tragische Ereignisse oder Schuld, Verantwortung, Pflicht und Gebote Gottes erinnert werden......
Die Schulden heutzutage werden "abgeschrieben" (so denkt man) und die Partylaune bleibt, der Flitter und Glitter, die Verpackungskuenstler, die Tapentenkuenstler, die Bodenmaler ...begabt, oftmals witzig, liebenswert, aber ohne Symbolwert, ohne Tiefe.

Welch eine angenehme Ueberraschung kommt da aus Schwerin !?
Donnerwetter, da ist jemand mutig.
Wer mag es jener Adelsdame verdenken, dass sie als Lobbyistin der Strassenkuenstler & Gaukler um die begrenzten Pfruende des Stadtsaeckels fuerchtet.
Muss sie doch, ihren Steigbuegelhaltern die Honigtoepfe sichern.
Ein deutliches Anzeichen fuer extrem verarmten Adel, fuer eine chici-micki Polithostesse, ein Luder vom Parteitag in Amt und Wuerden.

Meine Homenage gilt nicht nur Antonio Soares dos Reis und Arno Breker, dem heutigen Geburtstagskind.
Sie gilt auch der liebenswerten treuen von mir hochgeachteten Ehefrau von Prof. Arno Breker und seinen Kindern.
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In Dankbarkeit und Anerkennung !

Breker hat mir goettliche Schoenheit, goettlichen Willen fuer meine Sinne "ertraeglich" gemacht !

Dienstag, 18.07.2006

Live-Blogging The War & What We Can Do

atwarsm-1
(bitte s.u. auf den link klicken)
In diesem Krieg erfahren wir erstmals, was wirklich passiert.
Blogger schreiben vor Ort:
JBlogosphere
Israel im Krieg !
Moege bald Frieden herrschen.

Freitag, 14.07.2006

Weshalb Israel jetzt kaempft

Charles Krauthammer hat in der Washington Post vom heutigen Tag eine lesenswerte Stellungnahme veroeffentlicht.

Why They Fight

Danke David Jones fuer den Hinweis.

Mittwoch, 12.07.2006

Der "Dreyfus Portugals" : Artur Carlos de Barros Basto (1887 - 1961)

Alle Welt spricht, besser sollte sprechen, heute ueber jenes denkwuerdige Urteil des franzoesischen Obersten Gerichtshofs Cour de Cassation im Jahr 1906.

Aus einem Papierschnipsel (bordereau) wurde ein Strafverfahren wegen Hochverrats gegen Alfred Dreyfus konstruiert.
Der Osterhase aus dem Burgenland grinste.

Ronald Schechter ermahnt uns, auch heute wieder -mehr denn je- auf der Hut zu sein vor
THE GHOSTS OF ALFRED DREYFUS

Wer in Portugal lebt, wie ich, wird jaeh an die Inquisition erinnert (seit 1536 in Portugal).

Und auch in juengster Zeit noch, man sollte es nicht glauben, hat Portugal ein aehnliches skurriles inquisitorisches Verfahren erlebt, das mit einer unehrenhaften Entlassung eines verdienten Offiziers aus der Armee endete.

Capitao Artur Carlos de Barros Basto (Ben Rosh)
ben-rosh

Es war im Ersten Weltkrieg, in den Schuetzengraeben von Flandern, als Soldat Artur freitags einen franzoesichen Kameraden beobachtete, wie dieser Kerzen anzuendete.
Kerzenanzuenden, wie er es selbst als kleiner Junge im Hause seines Grossvaters in Amarante oft und verstaendnislos mit angesehen hatte....

Als Artur, mit einer Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet, nach Hause kommt ist er ein "anderer" Mensch.

Er wird fortan sein Leben dem "Werk der Rettung" (port.: "Obra de Resgate")widmen und bemueht sein, Freunde und Nachbarn in den Kleinstaedten im Mittelgebirge Portugals nahe der spanischen Grenze an ihre Herkunft zu ermahnen.
Wie seine eigene Familie hatten die Crypto-Juden seit Jahrhunderten schreckhaft heimlich neben dem katholischen einen rudimentaer juedischen Glauben gepflegt.
Um sich von Schein und Heimlichkeit zu befreien und sich zumindest anderen Juden als Juden zu erkennen zu geben....

Die meisten Crypto-Juden ("Versteckjuden") nannten sich "Cruz" (port.: "Kreuz")
Deren Zahl war so gross, dass man spasseshalber sagte, es wohnten in Covilhã-Stadt mehr Kreuze als sich dort auf dem Friedhof befaenden....

Zwar hatte in Portugal schon im Jahr 1917 der polnisch-juedische Bergbauingenieur Samuel Schwarz sozusagen juedische Menschen entdeckt.
Aber die Juden Lissabons trauten diesem Polen und seinen geradezu phantastischen Geschichten nicht !

So wurde auch jetzt Artur von ihnen abgewiesen und musste bis nach Marroko reisen, um dort in Tanger im juedischen Glauben unterwiesen und schliesslich als Abraham Israel Ben-Rosh als Jude anerkannt zu werden.

Ben-Rosh gruendete in Porto eine juedische Wochenzeitung namens HALPID sowie eine Yeshiva (Religionsschule).

Lucien Wolf (1857 - 1930) jener Sohn eines boehmischen Vaters und einer sudetendeutschen Mutter -also irgendwie ein entfernter (zumindest baugleicher) Vetter von mir- wurde auf Ben Rosh aufmerksam.
Lucien galt uebrigens als deutschfreundlich, war Vertreter der juedischen Minderheiten bei den Vertraegen von Versailles, Mitglied zahlreicher juedischer Verbaende und wichtigster Vertrauensmann von Ben Rosh und seinem Anliegen.

Die Koepenikade lag darin, dass die Crypto-Juden im Norden Portugals in derartiger Abgeschiedenheit und Heimlichkeit lebten, dass sie im Laufe der jahrhunderte nahezu saemtliche (sichtbaren und verraeterischen) juedische Rituale abgelegt und sogar vergessen hatten !

Die Sorge um Leib & Leben, Hab & Gut, war ihnen derart in Fleisch und Blut uebergegangen, dass diese Juden auch die "Hilfe" von Ben Rosh beargwoehnten und zurueckwiesen.
Wen wundert´s , dass die juedische Gemeinschaft in Lissabon, bestehend aus Mitgliedern aus Osteuropa und Marokko, ebensowenig von jenen "Glaubensbruedern" wissen noch hoeren wollte ?!

Ben Rosh unbeirrt gruendete in Porto im Jahr 1929 , in der Strasse Guerra Junqueiro, eine Synagoge:
MEKOR HAIM (Quelle des Lebens)

Finanziert wurde der Kauf des Grundstuecks von Baron Edmond de Rothschild(1845 - 1934)aus Paris, und der Bau dieser Synagoge von dem beruehmten irakischen Juden in Shanghai, Sir Elly Kadoorie (1867 - 1944).
elly-kadoorie

Waren die Schwierigkeiten eines "Apostels der Juden" -wie man ihn bald nannte- schon schwierig genug, so sollten noch die giftigsten Ueberraschungen nicht lange auf sich warten lassen.

Zur damaligen Zeit naemlich erlebte Portugal seinen "Kulturkampf".
Immer brutaler -der Ausdruck ist leider gerechtfertigt- kaempfte die Kirche um ihre Pfruende, Privilegien, Schadensersatzforderungen (wegen zahlreicher Enteignungen) und Kontrolle ueber Staat und Menschen und andererseits kaempften die Liberalen, auch Freimaurer, mit genauso brutalen Mitteln -bishin zu Bombenattentaten in Fatima- fuer das was sie die Freiheit nannten.

Eine Missionierung fuer jede Religion, die nicht Staatsreligion war -also die katholische-, war in Portugal damals polizeilich verboten.

Als die Behoerden damit allein gegen Ben Rosh nichts ausrichten konnten griffen sie tiefer, ganz tief, in die Trickkiste:

Was ist in Augen eines Katholiken Brit Milah ?
britmila
(Foto Laura Castro Caldes und Paulo Cintra)

Ein Sexualdelikt !
Da Ben Rosh die Uniform eines Offiziers Portugals trug und in seinen Gespraechen zu einer "Beruehrung von maennlichen Gemaechten" anregte wurde er wegen Verstosses gegen die Guten Sitten ("Moral") angezeigt wegen "bem e bem estar" verurteilt.
Etwa : "Zum Wohle und Gemeinfriedens"

Ben Rosh hatte verloren.
Seinen weiteren Lebensweg kenne ich nicht.
Auch bei seinem Todestag bin ich mir nicht sicher.

Was bleibt mir zu sagen ?
Einen wunderschoenen Gedenkspruch fand ich auf dem Grabstein von Elly Kadoorie:
kadoorie
(Shanghai Jewish Memorial)

Die wahre Gruft der Toten ist das Herz der Lebenden

Dreyfus und Ben Rosh leben !